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Stressmanagement mit den Prinzipien des Budo 29.09.2006
  THE EFFORTLESS PATH - STRESS MEISTERN MIT BUDÔ Mit den Prinzipien des BUDÔ – dem Weg der Kampfkünste – ist es möglich, jeden Tag ein hohes Energieniveau zu erhalten
  INHALT
1. Das Problem –    von uns allen!... S. 1
2. "Das Auge des Sturms" –   Veränderung der Lebenseinstellung...S. 2
3. Das Geheimnis der  Veränderung –  Selbstwahrnehmung & Sensibilität...S. 2
4. Wie BUDÔ eine achtsame und entspannte Haltung fördert ...S. 2
5. Die Auswahl eines Programms zu Stressmanagement – ein Leitfaden ...S. 4
6. Und nun?...S. 4

THE EFFORTLESS PATH - STRESS MEISTERN MIT BUDÔ

Mit den Prinzipien des BUDÔ – dem Weg der Kampfkünste – ist es möglich, jeden Tag ein hohes Energieniveau zu erhalten


DAS PROBLEM – VON UNS ALLEN!

Wir alle – sei es als Leiter in einer Firma, als Mutter, die ihre Karriere voran bringt, oder als Unternehmer – müssen mit einer ständig wachsenden Zahl von Problemen und Herausforderungen umgehen.
Die unglaubliche Geschwindigkeit, mit der sich die Technologie heutzutage entwickelt, verursacht eine Realität in konstanter Veränderung.

 
Wir absorbieren Aufgaben, die vorher durch Menschen in komplett anderen Berufen oder von Kollegen erledigt wurden. Wir setzen uns mit neuen Produkten, Prozessen und Systemen auseinander. Dasselbe findet im Privatleben statt. Die Konsequenz ist eine wachsende Komplexität unseres Alltags, mit einen breiten Fächer an Aktivitäten, die häufig nichts miteinander zu tun haben:
· Immer mehr Entscheidungen müssen auf zahlreichen, jeweils voneinander abhängigen Niveaus getroffen werden. Vom Kauf des Handys bis zur Leitung eines Projekts – die Technologie verlangt eine Auswahl bei allen Schritten des Prozesses.
· Jede neue Möglichkeit verlangt das Aufnehmen zusätzlicher  Informationen, das Erlernen neuer Fähigkeiten und die Erweiterung unseres Wissen.
Oft reagieren wir dann mit einer Inversion der Prioritäten. Kleine Hindernisse nehmen übergroße Ausmaße an, während Kernprobleme „wegen Zeitmangels" auf später verschoben werden.
Bluthochdruck, chronische Erschöpfung (Burn-out), Schlaflosigkeit und Ungeduld sind die häufigsten Folgen dieser Situation. Dies spiegelt sich dann wider in der Qualität – und der Motivation – mit der wir unsere Arbeiten erledigen.
Weiterhin verursacht chronischer Stress schwere Gesundheitsschäden. Jahr für Jahr in chronischem Stress zu leben, macht diese Schäden häufig irreparabel!
Anstelle das Leben zu genießen, das mit soviel Einsatz konstruiert wurde – die Freizeit, unsere Erfolge, den Ruhestand ... zieht der chronisch Gestresste von Arzt zu Arzt, nimmt Medikamente gegen Bluthochdruck, hat ständig Rücken- oder Kopfschmerzen – oder ist ständig erschöpft und ausgebrannt!



"DAS AUGE DES STURMS" – VERÄNDERUNG DER LEBENSEINSTELLUNG
Der Erfolg oder Misserfolg, beim souveränen Umgang mit allen Aspekten unseres Lebens, hängt ab von unserer Haltung. Die Haltung wiederum hängt ab von unserer Wahrnehmung.
Stress ist eine Serie physiologischer Reaktionen, die dann ablaufen, wenn wir eine Situation als stressig interpretieren. Unser Körper reagiert dann mit einer erhöhten Aktivität:
· Ein schnellerer Herzschlag, angespannte Muskeln und eine flache Atmung
Das Gegenteil passiert, wenn wir eine Situation als angenehm empfinden:
· Der Herzschlag verlangsamt sich, die Muskeln entspannen, und die langsamere Atmung versorgt uns besser mit Sauerstoff
Viele haben dies bereits erkannt, und sind auf dem Weg, eine Haltung zu finden, welche die Gesundheit stärkt und ein klareres Beobachten ermöglicht - um mit Fokus zu Aktionen aufbrechen können - im Auge des Sturms!


DAS GEHEIMNIS DER VERÄNDERUNG – SELBSTWAHRNEHMUNG & SENSIBILITÄT
Um jedoch unsere Wahrnehmung verändern zu können – müssen wir zunächst wahrnehmen! Dies ist ein langer Weg steter Arbeit und beginnt mit der Verschärfung der Wahrnehmung unserer selbst: den physischen Empfindungen, den Gefühlen und den Gedanken.
Das kann nur gelingen, wenn wir in uns selbst "zentriert" sind. Im Zentrum, wie im „Auge des Sturms" gibt es nur Ruhe – nie Aktivität.
Zentriert zu sein, heißt entspannt und emotional etwas distanziert zu sein. So ist es möglich, unsere Gedanken (Urteile!) wahrzunehmen – die wiederum unsere Gefühle und Geisteszustände verursachen.
Durch das Beobachten und Reflektieren aus einer inneren Ruhe heraus, trainieren wir unsere Wahrnehmung, um die wichtigsten Probleme identifizieren zu können. Mit dieser Sensibilität können wir dann konstruktive Gedanken finden und ein adäquates Verhalten für problematische Situationen entwickeln.


 
WIE BUDÔ EINE ACHTSAME UND ENTSPANNTE HALTUNG FÖRDERT
Budô, der Weg der Kampfkünste in Japan, ist - unter vielen anderen östlichen Disziplinen - eine Form der persönlichen Weiterentwicklung. Budô verwendet Kampftechniken, um dieses Ziel zu erreichen, so wie Ikebana das Arrangieren von Blumen und Chadô die Teezeremonie. Das Studium des Budô ist ein unerschöpfliches Thema, und ein einziges Leben würde nicht ausreichen, um all seine Prinzipien zu erforschen.

Für diesen Leitfaden konzentrieren wir uns auf drei spezifische Konzepte des
Budô: Selbstwahrnehmung, Harmonie und Angebrachter Energieeinsatz.
· Budô fördert die Selbstwahrnehmung durch Übungen, welche die Feinkoordination des Körpers verlangen. Diese komplexen Bewegungen funktionieren nur, wenn man mit einiger Präzision wahrnehmen kann, wie sich der Körper – und seine verschiedenen Teile – bewegen: Was – genau – mache ich mit meinem rechten Arm? Und die linke Fußspitze? Wohin richtet sich mein Blick? Etc.
· In Harmonie mit dem Angreifer zu sein, ist wichtig im Weg der Kampfkünste. Sich mit der Energie und den Bewegungen des anderen harmonisieren, heißt aufhören Widerstand zu leisten. Anstelle unsere Energie durch Leisten von Widerstand zu vergeuden, verwenden wir die Energie des Angriffs, um die eigene Bewegung flüssig auszuführen.
· Mit Angebrachtem Energieeinsatz zu agieren, heißt nicht mehr – und nicht weniger – Kraft einzusetzen, als erforderlich ist, um eine Bewegung auszuführen. Dies resultiert in größerer Bereitschaft, mehr Ruhe und Stärke, um mit ständig aufeinander folgenden Angriffen umgehen zu können. Vor allem jedoch wird so auch Energie gespart, um nach "Niederlagen", gut wieder aufstehen zu können!

Diese drei Prinzipien sind direkt übertragbar auf Stresssituationen unseres Alltags. Der  "Angriff" ist der  Stressor: (Unsere Interpretation!) eine(r) Situation, mit der wir umgehen müssen.

· Wir müssen zunächst wahrnehmen, dass wir uns „angegriffen" fühlen(!). Also: dass wir unter Stress stehen. Oft reagieren wir, ohne überhaupt zu merken, dass dies der Fall ist.
· Der Mensch widersteht Veränderungen fast automatisch, weil alles, das neu oder anders ist, uns aus unserer „Komfortzone" bringt. Da sich unsere Umwelt heutzutage so rapide verändert, konsumiert dieser Widerstand einen Großteil unserer Energien. Nur wenn wir wahrnehmen wo der Stressor Druck in uns erzeugt, ist es möglich, diese Energie für die eigenen Ziele zu nutzen.
· Viele Menschen arbeiten desto härter, je mehr Schwierigkeiten (und die sind oft eine sehr persönliche Wahrnehmung) sie antreffen: sie kämpfen, geben sich Mühe, reiben sich auf... Das heißt oft, dass sie dasselbe mit größerer Intensität machen. Besser ist es jedoch, klüger zu arbeiten. Das heißt im Hier und Jetzt zu sein – anstelle in Gedanken wie "geht nicht", "sollte" oder "müsste" einzutauchen. Gleichzeitig müssen wir die notwendige Distanz bewahren, um die Situation mit Ruhe zu bewerten und die Kernprobleme zu identifizieren.
Diese Fähigkeiten so auszubilden, dass wir nun nie mehr gestresst sind und stets angebracht und entspannt reagieren, ist natürlich so gut wie unmöglich.
Budô ist eben deshalb ein Weg - und keine Ziel - mit vielen Hindernissen, Stolpersteinen und verwirrenden Abzweigen. Jeder wählt seine ganz eigene Strecke, die ihm die besten Lernmöglichkeiten bietet.



DIE AUSWAHL EINES PROGRAMMS ZU STRESSMANAGEMENT – EIN LEITFADEN

Programme, die Techniken zum Stressmanagement versprechen, können nur Erfolg haben, wenn derjenige, der sie sucht, sich bereits entschlossen hat, seine Lebenseinstellung zu verändern.
Es ist nötig, die Grundhaltung von "ich muss" in "ich entscheide mich für" zu verändern. Dies ist ein langer Weg mit vielen Rückschlägen.
Das heißt auch, dass ein einziges Programm das Problem nicht auf Dauer lösen kann. Kontinuierliches Praktizieren ist dazu unumgänglich.
Wir sind komplexe Wesen – bestehend aus unserem Geist, Seele und Körper. Stress – oder innerer Frieden – haben Einfluss auf alle diese Ebenen. Obschon diese drei Elemente voneinander abhängig sind, hat doch unser Geist die größte Kraft.
Deswegen müssen wir dort ansetzen.

Folglich sollte ein effektives Stressmanagementprogramm diese Punkte beinhalten:
· Die Veränderung der Einstellung, ausgehend von konstruktiven Gedankengängen
· Erlebnisse, welche es ermöglichen, die Auswirkungen positiver - und negativer - Gedanken auf ganzheitliche und integrative Art und Weise zu erfahren
· Techniken zur körperlichen und emotionalen Entspannung ("Loslassen")  sowie zur Konzentration, die - ohne weitere Anleitungen - im täglichen Leben angewendet werden können
· Regelmäßige Follow-up-Programme, die in bestimmten Abständen (zwischen vier und zwölf Wochen) und über einen gewissen Zeitraum hinweg (mindestens sechs Monate, besser ein Jahr) angeboten werden
· Hinweise und Unterstützung, um adäquate Komplementäraktivitäten zu finden (wie Meditation, Yoga, Künste, Sport...), damit die kontinuierliche persönliche Weiterentwicklung garantiert werden kann


UND NUN?
Das Wichtigste ist, etwas zu tun! Sonst ist es wahrscheinlich, dass sich schwere Gesundheitsschäden entwickeln.
Es ist nie zu spät, ein gesundes und zufriedenstellendes Leben zu beginnen - besonders, wenn es scheint, dass wir keine Zeit für Aktivitäten haben, die unser Leben in Balance bringen können!
Und es ist nicht nötig, alles auf einmal zu tun:
"Wie ißt man einen Elefanten?"- "In kleinen Stücken!"
 Es ist besser, nur einen Schritt zu tun – wie klein er auch sein mag – als überhaupt keinen zu machen!

Jedoch ist der erste Schritt immer der schwierigste. Sich hier Unterstützung zu suchen, motiviert. Wenn Sie sich also entschlossen haben, etwas zu verändern - und wünschen nun Orientierungshilfe - rufen Sie einfach an.
Wir unterstützen Sie, Ihren ganz eigenen Weg zu entwickeln, und die ersten Schritte zu tun!

Aktivitäten in Gruppen auszuüben, motiviert nicht nur, den Anfang zu machen, sondern auch später durchzuhalten. Deswegen haben wir ein Programm für sechs bis zwanzig Personen entwickelt:
· Genug Teilnehmer, damit eine eigene Dynamik entsteht
· Nicht zuviel, so dass keiner "verschwindet"

 
Das Programm "SHTEP - Die Innere Balance©" verwendet eine moderne Kampfkunst, um die oben beschrieben Ziele zu erreichen: das Aikidô.
Aikidô wurde in den 30er bis 60er Jahren in Japan durch Meister Morihei Ueshiba entwickelt. Es ist eine Kunst der Selbstverteidigung – man kann mit Aikidôtechniken nicht angreifen – und bedeutet "Der Weg (Dô) der Harmonie (Ai) mit der Energie (Ki).
Ziel ist es, sich mit der Energie des Angreifers zu harmonisieren, um sie dann für die eigenen Bewegungen zu verwenden. Anstelle den anderen zu verletzen, wird dieser kontrolliert, während er seine eigene Bewegung fortführt.
Ein weiterer zentraler Punkt ist Fallen zu lernen, ohne sich zu verletzen. Man lernt dabei im "Stürzen" wieder aufzustehen und Abstand zu gewinnen - das heisst also "Niederlagen" zu nutzen.

Natürlich lehren wir nicht Aikidô in unseren Seminaren – dies verlangt jahrelanges, intensives Training.
Wir verwenden jedoch die Prinzipien und Übungen dieser Kunst. So erzeugen wir konkrete Erlebnisse der Wirkung von Gedanken, Techniken und Einstellungen in Stressmomenten.

SHTEP heißt Self-perception (Selbstwahrnehmung), Harmony (Harmonie) und The Effortless Path (Der mühelose Weg). Wir bearbeiten die Konzepte in dieser Reihenfolge, weil sie so aufeinander aufbauen.
Nach dem ersten Seminar folgen regelmäßige Einheiten von einer bis zwei Stunden Länge, um die erlernten Techniken zu konsolidieren, diskutieren und auszubauen.
In diesen Einheiten gibt es auch Raum, Erfahrungen mit Komplementäraktivitäten zu SHTEP - Die Innere Balance© einzubringen.

Da SHTEP© ein ganzheitlicher Ansatz ist, gilt er für alle wichtigen Aspekte unseres Lebens.  In Bereich Personalentwicklung haben wir damit auch Programme für Führungskräfte entwickelt.
Reden Sie mit uns, wenn sie mehr über unsere Seminare erfahren möchten.


Die Autoren
Gabriel da Fonseca trägt den Schwarzgurt im Aikidô, ausgestellt vom Aikikai Hombu Dojô (Zentralakademie), Tokyo.
Gemeinsam mit Silke Körner entwickelt er seit 1992 Seminare zur Persönlichkeits-entwicklung. Dabei verwenden sie die Methode des erlebnisorientierten Lernens in innovativen Kombinationen mit anderen Ansätzen.
Beide haben eine reiche, internationale Arbeits- und Lebenserfahrung auf drei Kontinenten und in zahlreichen verschiedenen Ländern.




   
   
   
Eingestellt von*:   Silke Körner
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